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Täterrehabilitation im Zusammenhang von Targeted/Hate Crimes

Forschungsprojekt in Auftrag gegeben von der Equality and Human Rights Commission (Schottland)
Beginn: 19.10.2009    Abschluss: 15.3.2010

Forschungsleiter: Paul Iganski und David Smith (Lancaster University, UK)
Forschungsteam: Liz Dixon (London Probation Service), Vicky Kielinger (Metropolitan Police Service), Gail Mason (University of Sydney), Jack McDevitt (Northeastern University, Boston), Barbara Perry (University of Ontario Institute of Technology) und Andy Stelman (formerly Merseyside Probation Trust)

Hintergrund

Obwohl eine ausführliche Forschungsliteratur zur Problematik von “Hate Crimes” vorliegt, ist bis jetzt kein systematischer Konsens enstanden, was die effektive Handhabung des Problems betrifft. Dies trifft insbesondere auf Interventionen bei Straftätern zu. Daher besteht ein besonderer Bedarf für eine Revision diesbezüglicher Initiativen, sodaß auf den Erfolgen gegenwärtiger Projekte gelernt werden kann.


Forschungsziele

Es bestehen offensichtlich ein Wissensmangel zu diesem Thema und ein Bedarf an einem besseren Verständnis der Frage, welche Maßnahmen zur Rehabilitation von Targeted/Hate Crime Tätern in welchen Zusammenhängen funktionieren. Dieses Projekt zielt daher darauf ab, Programme zu identifizieren und zu analysieren, die erstens gezielt versuchen, dem Rezidivismus von Targeted/Hate Crime Tätern vorzubeugen, oder, zweitens, sich mit anderen relevanten Fragestellungen befassen, z.B. im Bereich geschlechterspezifischer Gewalt. In diesem Kontext geht es darum, herauszufinden, welche Schlüsse aus Programmen und Interventionen mit Tätern gezogen werden können.

 

Was sagen offizielle Daten über Hate Crime Täter aus?

Das Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR) der OSZE stellt fest, daß die Datensammlung über Hate Crime Täter “zur Überwachung von Straftaten” und “zur gezielten Anwendung von Resources und dem Herstellen von Kontakt mit potentiellen und tatsächlichen Tätern” von besonderer Bedeutung ist. Dem ODIHR zufolge ermöglichen es diese Daten auch, “daß Staten und internationale Organisationen spezifische Präventions-, Informations-, und Trainingskampagnen im Zusammenhang von Hate Crimes entwickeln”. Es sind jedoch nur wenige Daten öffentlich zugänglich. Klicken Sie auf die folgenden Flaggen, um zu sehen, was offizielle Daten über Hate Crimes in verschiedenen Ländern aussagen.

 

canadian flag

* OSCE Office for Democratic Institutions and Human Rights (2009) Combating Hate Crimes in the OSCE Region, Warsaw: ODIHR, page 35.

Forschungsdesign

Das Projekt basiert auf einer internationalen Analyse, die das Vereinigte Königreich, den Rest von Europa, Australien, Kanada und die USA abdecken wird. Ihr Ziel besteht in der Identifikation von und Datensammlung über die zuvor beschriebenen Programme. Das Projekt wird in diesem Zusammenhang Daten in Bezug auf eine Reihe von Fragen sammeln:

  • Was sind die hauptsächlichen Ziele der Programme?
  • Handelt es sich um ein spezielles Programm für Hate Crime Täter?
  • Wie können Täter an dem Programm teilnehmen?
  • Ist die Teilnahme freiwillig oder verpflichtend für Täter?
  • Wer finanziert das Programm?
  • Wer koordiniert das Programm?
  • Was ist die Länge des Programms?
  • Gibt es eine Nachsorge- oder andere Follow-up Komponente
  • Wie funktioniert das Programm – was ist sein Plan?
  • Hat sich das Programm im Laufe der Zeit verändert? Falls dies zutrifft, was sind die diesbezüglichen Gründe?
  • Beinhaltet das Programm praktische Arbeit für Täter mit Opfern oder Opfergemeinschaften?
  • Beinhaltet es Gruppenarbeit?
  • Wie werden explizite Äußerungen von Vorurteilen gehandhabt?
  • Welche Fähigkeiten müssen Mitarbeiter in den Programmen haben? Welches Training und welche Unterstützung benötigen sie?
  • Welche Arrangements bestehen für die Betreuung und das Management von Mitarbeitern?
  • Gibt es Programmkomponenten für verschiedene Hate Crime Täter, z.B. rassistische Täter, homophobische Täter etc.?
  • Sind Elemente restaurativer Justiz in das Programm eingebunden?
  • Wie werden Ergebnisse gemessen?
  • Hat eine Evaluation des Programms stattgefunden? Falls dies der Fall ist, was waren die Ergebnisse?
  • Ist das Programm auf andere Nationen anwendbar?
  • Welche Modifikationen wären für seine Anwendbarkeit auf andere nationale Zusammenhänge erforderlich?

 

 

 

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